Stillhalten (gebundenes Buch)

Roman
ISBN/EAN: 9783863514518
Sprache: Deutsch
Umfang: 190 S., 1 s/w Foto, 1 Farbfoto
Format (T/L/B): 2 x 19 x 12 cm
Einband: gebundenes Buch
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1933 ist Tamara Danischewski 21 Jahre alt. Sie studiert in Dresden Tanz bei Mary Wigman und Gret Palucca. Abends tritt sie im Kabarett auf, um für sich und ihre Mutter Geld zu verdienen. Dort lernt sie den Maler Otto Dix kennen, der sie während vieler Sitzungen porträtiert, eine Freundschaft entsteht. Dann aber verlässt Dix, als einer der ersten Künstler in der NS-Zeit aus dem Lehramt entlassen, die Stadt. Tamara bekommt einige große Auftrittsangebote, doch sie geht das Wagnis eines ungesicherten Lebens als Tänzerin nicht ein. Stattdessen heiratet sie 1936 einen Mann, der ihr und ihrer Mutter zwar eine gesicherte Existenz bieten kann, Tamara jedoch das Tanzen verbietet und dem sie sich, wie viele Frauen ihrer Generation, zur Gänze unterordnet. Alt geworden, erinnert sich Tamara an ein glanzvolles Leben, in dem noch alles möglich schien.
Nina Jäckle 1966 in Schwenningen geboren, in Stuttgart aufgewachsen, absolvierte Sprachschulen in der französischen Schweiz und Paris; eigentlich wollte sie französische Literatur übersetzen, beschloss dann aber, lieber selbst zu schreiben. Bei Klöpfer & Meyer erschien von ihr 2010 die Erzählung "Nai oder was wie so ist", 2011 der Roman "Zielinski" und 2014, gefördert vom Deutschen Literaturfonds, der Roman "Der lange Atem", für den sie 2014 mit dem Tukan-Preis der Stadt München und 2015 mit dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Zudem erhielt sie 2015 den Italo-Svevo-Preis für ihr Gesamtwerk und das Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 2016/17.
"Es hätte Turin sein können, Mailand, Genua, es hätte Amerika sein können, und es wurde der Wald, der See, das Dorf. So steht man nun in dieser einen Variante, die man zu seinem Leben gemacht hat, so versucht man nun immer wieder aufs Neue dem Bedauern das Gelingen entgegenzusetzen. Man weiß, am Ende wird Sehnsucht in jedem Moment des Glücks und in jedem Moment des Unglücks gewesen sein, am Ende wird alles durchwoben sein von dem, was stattdessen auch hätte stattfinden können, die Sehnsucht macht ungerecht."
Sehnsucht macht ungerecht: Die bewegende Erinnerung an ein nicht gelebtes Leben.